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Strategic Reserve

Review - ALIAS-G Strategic Reserve


"An oil pipeline leak in the Gulf of Mexico looks like sabotage, and APO is assigned to find the source using any means necessary. Sydney and Dixon visit the drilling platform and discover a likely suspect, but before they can corner him, he flees... in the APO helicopter.

It seems the attack was a practice run for something bigger, and Sydney and Dixon must determine the real target before time runs out. There are other matters on the agents' minds too- Dixon is concerned about his son, Steven, and Sydney is led to wonder, not for the first time, what it would be like to have a "normal" family. But there's no time for wistful thinking when the saboteur's plot becomes clear... and threatens to throw the country into total chaos."

© Simon Spotlight Entertainment

Eine Untersuchungsmission auf einer Ölplattform wirkt zunächst wie ein Routinejob. Doch die plötzliche Flucht eines Saisonarbeiters mit dem APO Helikopter verkompliziert die Geschichte. Schnell wird klar, dass hier mächtige Leute die Fäden ziehen, denen es nur an einem gelegen ist: möglichst schnell möglichst viel Geld zu machen.
Auf der Suche nach den Drahtziehern und deren Plan begigt sich das APO Team ins frostige Alaska.


Persönliche Einschätzung:
Leider gibt es über dieses Buch nicht viel Gutes zu sagen. Zunächst sind die Charaktere nicht wirklich seriengetreu dargestellt. Ein Zitat, was das sehr gut verdeutlicht, ist folgendes: "Sydney knew it was true. She had seen her father sacrifice his own health, his wife, even his daughter, when a mission required it.". Das stimmt so auf gar keinen Fall. Man mag im ersten Augenblick einen solchen Eindruck von Jack haben. Aber wenn man mehr als eine Folge der Serie gesehen hat, weiß man, dass Jack alles für seine Tochter tun würde und er in einem solchen Moment auf jede Mission pfeift.
Der Subplot der Geschichte, dass Dixon und Sydney an ihrem Agentendasein zweifeln, wirkt äußerst konstruiert und unglaubwürdig. Als ob beide erst seit gestern ein Gehirn hätten und plötzlich nach x Jahren Geheimdienst mit den Schattenseiten Bekanntschaft machen.
Die ungenaue Darstellung der Charaktere lässt mich darauf schließen, dass sich die Autorin die Serie nicht sehr häufig angesehen haben kann.
Einziger kleiner Lichtblick: die Darstellung von Marshall kommt sehr gut an das Original heran. Doch auch hier gibt es Defizite. Marshall ist schließlich kein 13-jähriger Nerd, der sich vor Aufregung alle Nase lang in die Hose macht. Hier und da mal eine abschweifende Bemerkung, aber bitte nicht die ganze Zeit.
Die Story an sich ist ein wenig unspektakulär, die Kampfszenen sind zum Einschlafen und Spannung oder gar Gefühle kann man in diesem Buch nicht erwarten. Das zum Teil unlogische Verhalten (Sydney hat als Waffe Wurfsterne bei sich, die sie ihrem Feind in den Kopf jagt...) der Figuren und die technische Steinzeit, in der die Geschichte scheinbar spielt (seit wann wird zur Kommunikation mit der Zentrale ein Handy benötigt, das nur eine Person hören kann, die dann alle anderen im Team unterrichten muss?), tragen ihren Teil dazu bei, dass "Strategic Reserve" absolut keine würdige Alias-Story abgibt.
Und zum Schluss das Unfassbarste: ein Anschlag auf eine Ölpipeline und austretendes Öl schaden einzig und allein der amerikanischen Ölwirtschaft. Mögliche katastrophale Folgen für Mensch und Natur sind völlig irrelevant, zumindest werden sie in diesem Buch mit keiner Silbe erwähnt.

Fazit: Finger weg.

© rentier@sd-6.de