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Teil 1

Sydney hatte gute Laune. Sie hatte noch 4 Tage mehr Zeit für eine Examensarbeit erbetteln können und das Wochenende stand vor der Tür. Sie hatte einen gemütlichen Videoabend mit Francie geplant, und bei dieser Gelegenheit würde die ihr mal wieder erzählen, wer jetzt neuerdings mit wem zusammen war und wer sich von wem getrennt hatte. Und Sydney würde die Hälfte der Leute mal wieder nicht kennen, oder erst noch mal überlegen müssen.

Sie hatte kaum noch Freizeit, und wenn sie mal nicht auf einer Mission unterwegs war, musste sie jeden Moment damit rechnen, von SD-6 angepiept zu werden. Während sie Richtung Wohnung radelte verließ sie der Gedanke an SD-6 wieder und als sie in ihrer Wohnung stand, war der Tag gerettet. Es war draußen sehr warm gewesen, und auf dem Fahrrad hatte sie erheblich geschwitzt. So beschloss sie, sich unter eine kalte Dusche zu stellen und es sich dann gemütlich zu machen.

Aber unter der Dusche stehend, holten sie wieder die Gedanken über ihre Arbeit ein. Sie stellte sich vor, wie es gewesen wäre, wenn Sd-6 sie nie angeworben hätte. Sie hätte keinen so großen Zeitdruck für ihr Studium, könnte sich nach einem angenehmeren Nebenjob umsehen, müsste nicht unter Lebensgefahr ihren Job erledigen...und Danny würde noch leben. Vielleicht hätten sie jetzt schon geheiratet.

Der Gedanke an Danny schmerzte an diesem Ort besonders. Hier hatte Sydney ihm die Wahrheit erzählt. Eine tödliche Wahrheit, die Wahrheit über ihre Arbeit für SD-6. Sie hatte damit sein Todesurteil ausgestellt. Aber Sloane hatte es unterschrieben. Er hatte ihr zwar gesagt, dass ihm die Entscheidung schwer gefallen sei und es ganz gewiss nicht in seinem Sinne gewesen war, doch warum sollte er ihr die Wahrheit sagen. Es war schon schwer genug, ihm sooft gegenüber zu stehen und gute Mine zum bösen Spiel zu machen. Aber wie lange würde sie das noch durchhalten können?

Ein Klopfen an der Tür riss sie aus ihren Gedanken. Sie drehte dich Dusche ab und hüllte sich, nachdem sie sich rasch abgetrocknet hatte, in einen Bademantel. Während sie die Treppe hinunterlief, fragte sie sich, wer das sein konnte. Vielleicht Francie, oder war es vielleicht Will?

Als sie die Tür öffnete, klappte ihr fasst der Mund auf. Sie hätte die Tür am liebsten sofort zugeschlagen, aber das schien ihr keine gute Lösung. Und der ernste Ausdruck auf dem Gesicht des Besuchers beunruhigten sie zusätzlich.
Was um Himmels Willen hatte der Chef von SD-6, Arvin Sloane, hier zu suchen?