18. Mission for Two

Berlin,
Deutschland


Klaus Heinz saß an der Bar und trank sein mittlerweile viertes Bier. Zwei Stühle weiter saßen zwei attraktive Mädchen, die ständig zu ihm hinüber blickten. Klaus überlegte, ob er seinen Platz wechseln und sich zu ihnen gesellen sollte. Er wartete noch darauf, dass die beiden Frauen ihm eindeutige Signale zusendeten.
Sie lachten, forderten ihn aber nicht auf, sich zu ihnen zu setzen. Klaus setzte sein Glas wieder an den Mund und trank weiter. Wahrscheinlich würden die beiden Frauen ihn für einen dreisten Aufreisser halten, wenn er sich zu ihnen setzte, ohne dazu eingeladen worden zu sein. Er seufzte frustriert und lächelte als der Barkeeper ihn fragte, ob er nachschenken sollte, der dies als Ja wertete und sein Glas abermals füllte.

Plötzlich tauchte neben ihm eine attraktive Frau mit braunen Haaren auf, die ungefähr in seinem Alter war, trotzdem noch verdammt gut aussah, obwohl sie schon um einiges älter war als die beiden Frauen an der Bar, zu denen er sich zuerst hatte setzen wollen. Die braunhaarige Frau bestellte beim Barkeeper ein Glas Rotwein und setzte sich dann selbstbewusst neben Klaus ohne zu fragen, ob es ihm recht war.
„Sehr mutig, dass Sie sich hier hin setzen, ohne zu fragen, ob der Stuhl noch frei ist. Es könnte der Platz meiner Frau sein“ meinte er auf Deutsch und grinste.
Obwohl Irina ihn sehr gut verstanden hatte und selbst ein wenig Deutsch konnte, antwortete sie ihm auf Englisch, weil sie wusste, dass er die Sprache genauso gut beherrschte wie seine Heimatsprache.
„Sie sind nicht verheiratet. Dann würden Sie einen Ring tragen und nicht ein Bier nach dem Anderen trinken. Wahrscheinlich würde Ihre Frau, wenn Sie eine hätten, dagegen protestieren.“ Irina bedankte sich als der Barkeeper das Glas Rotwein vor ihr platzierte und nahm einen Schluck. Dann wandte sie sich erneut an den Deutschen. Ein herausforderndes Grinsen zierte ihr Gesicht. „Na, wie mache ich das bisher?“
„Gut. Fast zu gut“ gestand Klaus mit einem Lächeln. Ihm gefiel die provokante Art dieser Frau. Ihr Auftreten ließ darauf schließen, dass sie wusste was sie wollte und es meistens auch bekam. Außerdem wusste sie genau, ihre Reize zu ihrem Vorteil einzusetzen. Schon von der Minute an, als die Braunhaarige sich zu ihm gesetzt hatte, übte sie eine Faszination auf den Sicherheitschef von The Hand aus. „Ich bin Klaus Heinz“ stellte er sich schließlich vor und reichte Irina die Hand, die sie schüttelte.
„Rachel. Rachel Piers“ lächelte die ehemalige KGB-Agentin und schüttelte Klaus’ Hand.
„Rachel? Dann sind Sie Engländerin?“ fragte Heinz.
Irina lachte und warf ihr Haar ein wenig nach hinten, um den Deutschen weiter für sich einzunehmen, obwohl sie das nicht mehr großartig zu tun brauchte. Klaus Heinz fraß ihr bereits aus der Hand. Wenn Irina eines konnte, dann Männer, die sich für unwiderstehlich hielten, zu verführen. Selbst Jack, ein erfahrener, gut ausgebildeter Agent hatte sie nicht durchschauen können. Das konnte er auch jetzt noch nicht.

„Klinge ich wie eine Engländerin?“ fragte Irina gutmütig und nahm mit Genuss einen Schluck des Rotweins, der ein wenig süßlich schmeckte, dabei aber nicht zu süß für Irinas Geschmack war. Unter den richtigen Umständen und mit dem richtigen Mann hätte sie sicher mehr als nur ein Glas getrunken. Sie dachte an Jack und überlegte sich, doch mal wieder etwas Romantisches mit ihm zu unternehmen, ein paar Gläser Wein zu trinken und es sich gut gehen zu lassen. Nach allem was die letzten Wochen geschehen war und was sie alles durchgemacht hatten, hatten sie es sich wirklich verdient.
„Eigentlich nicht. Ich bin furchtbar schlecht im Erraten von Dialekten“ lachte der Deutsche und Irina stimmte darin mit ein. Das tat sie aus Höflichkeit und nicht, weil sie das Gesagte amüsierte.

„Wie wäre es, wenn wir uns einen Ort suchen, wo es sich leichter reden lässt?“ fragte die ehemalige KGB-Agentin. Ein herausforderndes Lächeln umspielte ihre Mundwinkel.
Ohne, dass er es kontrollieren konnte, fuhr Klaus mit seiner Zunge seine Lippen entlang. Unbemerkt unterzog er „Rachel“ einer genaueren Betrachtung: Sein Blick wanderte ihr lilafarbenes Kleid entlang, das einen Schlitz auf der rechten Seite hatte, der rauf bis zu ihren Oberschenkeln ging. Ihr Hals wurde verschönert von einer silbernen Diamantenkette, was verriet, dass sie den Luxus liebte.

Er griff in die Innenseite seines Jacketts und holte die Schlüssel zu seinem Zimmer heraus. „Da trifft es sich gut, dass ich hier ein Zimmer habe“ meinte er. Irina lächelte ihn an. Das würde ja leichter werden als sie gedacht hatte.

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Los Angeles

„Guten Morgen, Mister Vaughn. Heute schon so früh im Büro?“ begrüßte Carolyn ihren Kollegen freundlich und fast ein wenig zu überschwänglich, weil sie nicht wusste wie sie anders mit ihm umgehen sollte. Immerhin hatte er vor ein paar Stunden erfahren, dass seine Mutter ermordet worden war. Carolyn hatte versucht sich vorzustellen, wie sie sich in der Situation fühlen würde, mit dem Schluss, dass sie das gar nicht konnte.

Michael runzelte die Stirn über das merkwürdige Verhalten der CIA-Verbindungsagentin. Mehr als ihr Auftritt überraschte ihn, dass sie ihn überhaupt begrüßte. Bis jetzt hatten sie ja nicht allzu viel miteinander zutun gehabt. Vielleicht suchte Carolyn auch einfach nur Anschluss, Freunde.
Hinter Michael kam ein ziemlich abgekämpfter und schwer atmender Weiss ins Operationszentrum gerannt. „Schön, dass du’s gar nicht eilig hast“ murmelte er ärgerlich und begrüßte anschließend Carolyn mit einem warmen Händedruck, die ihr Gesicht verzog, weil seine Hände schweißnass waren.
„Was macht er denn hier?“ wandte sich die Braunhaarige an Vaughn.
„Ich habe eine Befugnis der Stufe 6, das heisst, ich weiß über das DSC Bescheid und darf mich hier aufhalten“ erklärte Weiss noch bevor Vaughn es schaffte zu antworten.
„Ich weiß was eine Befugnis der Stufe 6 bedeutet!“ murrte Carolyn. „Ich arbeite schließlich auch bei der CIA. Zwar noch nicht so lange wie Sie, aber doch schon einige Zeit.“

Michael wollte verhindern, dass aus dem Geplänkel der Beiden ein Streit wurde und so beschloss er, dem ein Ende zu machen. „Carolyn, haben Sie Irina Derevko gesehen? Oder Jack Bristow?“
Die Agentin runzelte die Stirn aus Überraschung darüber, dass Vaughn es noch gar nicht wusste. Sie war sich zwar nicht sicher, ob sie ihm etwas sagen durfte, wollte es aber wegen Vaughns Verhältnis zu Sydney nicht weiter für sich behalten. Sollten Jack und Irina sie ruhig dafür rügen, wenn sie zurück waren: Carolyn sah es als richtig an. „Haben sie Ihnen noch nichts erzählt?“ Vaughn und Eric schüttelten gleichzeitig den Kopf. „Sydney Bristow und Nadia Santos stecken in Schwierigkeiten: Ihr Auftrag war es nach Nepal zu fliegen, um…“
„Ich weiß worin der Auftrag besteht, Carolyn! Was ist passiert? Geht es Sydney gut?“ fragte Michael aufgebracht und kaum noch in der Lage, seine Gefühle im Zaun zu halten. Nach seiner Mutter auch noch Sydney zu verlieren, das würde er nicht vekraften. Vaughn wollte sich nichtmal vorstellen wie das Leben ohne sie sein würde. Ohne ihre Liebe.

Carolyn seufzte. Vaughn tat ihr schrecklich leid. Zuerst das mit seiner Mutter und jetzt stand auch noch das Schicksal seiner Verlobten in der Schwebe. Wenn sie passende Worte gewusst hätte, die ihre Anteilnahme ausdrücken und Vaughn trösten würden hätte sie, sie ausgesprochen. Aber ihr fiel nichts ein, also beschränkte sie sich auf Informationen. „Ehrlich gesagt, das wissen wir nicht. Wir glauben, dass der Maulwurf die Operation hat auffliegen lassen. Basierend auf den Informationen, die Sloane ihnen gegeben hat, sind Jack und Irina nach Berlin geflogen, um den Sicherheitschef von The Hand aufzuspüren. Ich glaube, sie vermuten, dass Sydney und Nadia in einem Haus in Monaco festgehalten werden, das gesichert ist wie eine Festung.“
Der blonde Agent war jetzt entschlossener den je, den Maulwurf zu finden. Wenn Sydney etwas Schlimmes passieren sollte, hatte er gleich zwei Gründe ihn zu töten. Seine und Erics Blicke trafen sich.
Weiss riet ihm stumm davon ab, das zu tun was er vorhatte. Obwohl sich auch sein Magen zusammen zog bei der Vorstellung, dass Nadia in ernsthaften Schwierigkeiten war. Er wollte es sich nicht eingestehen, aber er empfand nach wie vor etwas für Nadia. Solche Gefühle verschwanden nicht einfach.

„Ich müsste dringend an Jacks Dateien. Mein Computer ist abgestürzt und eine Datei, die ich ihm gemailt habe, wurde dabei gelöscht“ meinte Vaughn, die stumme Warnung seines besten Freudnes ignorierend, in Carolyns Richtung.
„Sicher. Gehen Sie zu Marshall. Er gibt Ihnen Jacks Benutzerkontonummer, mit der sie Zugriff auf seine Dateien erhalten“ lächelte Carolyn und entschuldigte sich dann mit den Worten, dass sie noch einen Bericht für Devlin schreiben müsse. Vaughn und Weiss nickten freundlich. Nachdem sie weg war, machte sich Vaughn auf den Weg in Marshalls Büro. Weiss folgte ihm, um ihn vor einer Dummheit zu bewahren. Der schwarzhaarige Agent wusste schon jetzt, dass er es bitter bereuen würde, Vaughn geholfen zu haben. Wieso hatte er nicht einfach abgelehnt? Weiss notierte sich in Gedanken, nicht mehr so nachgiebig zu sein.

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Berlin

„Ich kann es kaum erwarten, es mir mit dir gemütlich zu machen, Rachel“ sagte Klaus, der sich Mühe geben musste, nicht gleich über Irina herzufallen. So von ihr eingenommen, sperrte er die Tür zu seinem Zimmer auf, ließ Irina zuerst eintreten, dann folgte er.
Seit wann drehte sich das Zimmer? Oder war das nur das eine Glas Champagner, das er zuviel getrunken hatte? Schwankend ging der Deutsche auf die Braunhaarige zu, die ihm ein lüsternes Grinsen zuwarf, sich dann umdrehte und das Bett ansteuerte.

Klaus warf achtlos die Tür zu, den Schlüssel auf den Glastisch, der sich vor dem großen Doppelbett befand und legte sein Jackett auf den Stuhl daneben. So von Irina eingenommen bemerkte, er nicht Jack, der hinter der sich schließenden Tür zum Vorschein kam und Irina und Klaus beobachtete, darauf wartete, dass seine Frau ihre Tarnung fallen ließ.
„Ich muss dir etwas sagen, Klaus“ lächelte die ehemalige KGB-Agentin als der Deutsche sich zu ihr auf’s Bett setzte.
Klaus lächelte zwar, interessierte sich aber nicht dafür was Rachel ihm zu sagen hatte. Ohne auf das Gesagte einzugehen, näherte er sich den Lippen der Braunhaarigen, die zurückwich. Der The Hand-Sicherheitschef runzelte überrascht die Stirn und folgte Irinas Blick, der an ihm vorbei ging.
Erschrocken sprang er auf als er Jack in seinem Zimmer stehen sah. „Wer sind Sie? Und wie sind Sie hier reingekommen?!“
„Ich bin ihr Ehemann“ lächelte der CIA-Agent bevor er den Deutschen mit einem Kinnhacken außer Gefecht setzte. „Ihn so zu bezirzen war unnötig, Irina.“
Die KGB-Agentin nahm Jack die Handschellen ab und fesselte Klaus’ Hände auf dem Rücken. Jack stellte fest, dass seine Frau grinste. „Eifersüchtig?“ fragte sie mit einem herausfordernden Unterton in der Stimme.
„Ich bin kein Teenager mehr“ bemerkte Jack auf seine eigene, trockene Art und half seiner Frau Klaus auf den Stuhl zu setzen, über dem das Jackett lag.
„Ja, aber du bist eifersüchtig“ beharrte die ehemalige KGB-Agentin, der es Spaß machte ihren Mann ein wenig zu ärgern.
Der ergraute CIA-Agent gab ein missgelauntes Schnauben von sich, holte eine Spritze aus der Tasche seiner schwarzen Lederjacke, machte den Deckel ab und injizierte dem The Hand-Sicherheitschef die rosa Flüssigkeit in den Hals, wodurch Klaus wach wurde.

Wie ein verschrecktes Reh glitten seine Blicke zwischen Jack und Irina hin und her. Das Ehepaar musterte ihn gelassen, ihre Blicke waren kalt. „Wer sind Sie?“ Die Frage klang aus seinem Mund fast wie ein Wimmern, was Irina zu einem Lächeln veranlasste. Sie beherrschte es gut, Andere einzuschüchtern. Jack wusste das nur zu gut, also überließ er diesmal ihr das Reden. Er würde lediglich hier sein, um sie zu unterstützen oder ihre Drohungen noch glaubhafter wirken zu lassen, das alte Spiel: Guter Agent, böser Agent.

„Wer ich bin spielt keine Rolle. Sie jedenfalls sind in 15 Minuten tot, wenn Sie mir nicht geben was ich haben will“ antwortete die KGB-Agentin mit bedrohlich gesenkter Stimme. Sie hatte das schon hunderte Male gemacht und auch diesmal verfehlten ihre Worte ihre Wirkung nicht. Klaus sah tatsächlich aus als hätte er Angst. Schweißperlen hatten sich auf seiner Stirn gebildet.
Trotzdem versuchte er Haltung zu bewahren, auch wenn Irina und Jack ihn längst durchschaut hatten und wussten, dass er Angst hatte. „Das soll wohl ein Scherz sein?!“ fauchte er.
„Jetzt sind es nur noch 14 Minuten. Mein Mann hat ihnen ein Gift injiziert. Wenn Sie mit uns kooperieren, weise ich ihn an, Ihnen das Gegenmittel zu geben. Sie arbeiten für eine Organisation, die sich The Hand nennt und haben für die ein Sicherheitssystem entwickelt. Es geht um die Immobilie in Monaco. Wir möchten die Pläne.“
Der Deutsche sah Irina an als hätte sie den Verstand verloren und wandte sich dann an Jack. „Sie sind verrückt“ jammerte er.
„Meine Frau ist eine äußerst besorgte Mutter. Sie versteht sich darauf, Andere leiden zu lassen. Über Ihre Loyalität gegenüber Ihren Arbeitgebern würde ich mir an Ihrer Stelle jetzt die geringsten Sorgen machen“ anwortete Jack in freudlichem Ton.

Klaus’ Schweißausbrüche wurden immer größer, seine Zunge immer schwerer. Bald würde ihm das Sprechen schwer fallen. „Die Schweißausbrüche werden heftiger, die Zunge und ihre Lunge werden anschwellen, so dass Ihnen das Atmen immer schwerer fallen wird bis sie schließlich langsam ersticken.“ Irina griff in Jacks Tasche und holte ein kleines Fläschchen heraus, das sie dem Deutschen vor die Nase hielt. „Geben Sie uns die Pläne, dann bekommen Sie das Gegenmittel, Klaus.“ 
„Gut. In Ordnung“ keuchte der Deutsche, obwohl ihm das Sprechen zunehmend schwerer fiel. Irina hatte nicht gelogen, was die Wirkung des Giftes anging. Und dabei hatte er noch ungefähr 10 Minuten bis er sterben würde. Klaus wollte sich nicht ausmalen, wie die restlichen zehn Minuten aussehen würden. „Die Pläne sind in meinem Safe, hier in diesem Zimmer hinter einem Bild von Monet. Die Kombination lautet 4-5-2-2-1-0.“
Jack notierte sich alles und schlug ihn dann nieder, injizierte ihm das Gegenmittel und fesselte ihn, während Irina die Pläne aus dem Safe holte und sie in einem schwarzen Koffer verstaute, der eigentlich Heinz gehört hatte, den sie sich aber „ausliehen“.
„Verschwinden wir von hier bevor noch jemand was bemerkt“ meinte die Russin an ihren Mann gewandt, der ihr zügigen Schrittes folgte.

Unbehelligt konnte das Ehepaar das Hotel verlassen. Draußen stiegen sie in einen silbergrauen BMW und fuhren Richtung Flughafen.

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Monaco

„Eigentlich widerstrebt es mir ja, Priester zu foltern. Aber ich denke, in Ihrem Fall kann ich eine Ausnahme machen. Ich kann jederzeit aufhören. Wenn Sie mir sagen, wo die Bombe ist“ meinte Sark, der vor dem an einen Stuhl gefesselten Priester Achtak auf- und abtigerte. Dabei hielt er eine Eisenzange in der Hand, mit der er ständig herumfuchtelte.

Das Gesicht des Geistlichen wies bereits blutige Kratzer auf. Spuren der Folter, der Sark ihn bereits unterzogen hatte als Achtak sich geweigert hatte, Informationen über Rambaldi weiterzugeben. Nur soviel war er bereit gewesen zuzugeben: Er wusste von der Bombe, der Waffe, die laut Rambaldi einen Neuanfang darstellen sollte, wie einst die Sintflut.
Was Sark aber wissen wollte, war, wo sich die Bombe befand.
Als der Priester dem Blonden auf seine Frage nicht antwortete, nahm Sark die Eisenzange und stieß sie ihm in den Bauch.

Sydney und Nadia, die man in einen Raum gesperrt hatte, der sich unter dem befand, in dem Sark den Priester folterte, konnten die Schmerzensschreie des Geistlichen deutlich hören als der blonde The Hand-Agent die Eisenzange in seinen Bauch bohrte.
„Hast du einen Plan wie wir hier rauskommen?“ fragte Sydney ohne ihre Schwester anzusehen.
„Ja. Wir sind erledigt….und…vollkommen erledigt“ seufzte die Schwarzhaarige mit einem merkwürdig bitteren Unterton in der Stimme, so dass Sydney sich ihr zuwandte. Als Nadia ihren enttäuschten Gesichtsausdruck sah, räusperte sie sich: „Oh, was du wolltest war Optimismus. Entschuldige. Mir war gerade nicht danach.“
Die Braunhaarige seufzte und beließ es bei diesen Worten ihrer Schwester, dachte weiter über eine Möglichkeit nach hier rauszukommen. Die Frage warum Nadia so seltsam war, schluckte sie für einen Moment runter. Das konnte sie, sie auch später noch fragen. Wenn sie in Sicherheit waren. „Wenn wir nur irgendwie hier raus könnten, dann könnten wir uns den Weg zum Priester durchschlagen und versuchen zu verschwinden“ murmelte Sydney mehr zu sich selbst als an ihre jüngere Schwester gewandt.
„Ja, oder wir werden gefasst und getötet“ knurrte Nadia.
Das brachte Sydney nun doch dazu, das merkwürdige Verhalten ihrer Schwester anzusprechen. „Okay. Was ist los?“ Die Braunhaarige setzte sich neben Nadia auf das Metallbett, das an der Wand stand. Die kleinen Fenster oberhalb der Wand ließen erahnen, dass es draußen bereits Tag war und die Sonne schien. Trotzdem war die Beleuchtung nur unzureichend.

Nadia wollte anfangs auf diese Frage nicht antworten, doch erst als Sydneys bohrender Blick nicht nachließ, gab sie sich geschlagen. „Ich bin keine große Hilfe. Ich hatte zwar Visionen von dem was kommt, aber genutzt haben sie uns bis jetzt nicht. Wenn der Priester Sark erzählt wo die Bombe ist, wird The Hand sie in die Hände bekommen und wir können nichts mehr dagegen tun. Das macht mir Angst.“ brachte sie schließlich heraus.
Die Braunhaarige runzelte die Stirn. „Nadia, das stimmt nicht. Ohne dich wüssten wir nicht mal, dass es die Bombe gibt.“ widersprach sie mit einigem Nachdruck in der Stimme.
Die Argentinierin wandte den Blick wieder ihrer Schwester zu. „Ja, aber das war offensichtlich nicht ausreichend!“ schnaubte sie verächtlich und stand auf. Sydney tat es ihr gleich und baute sich vor ihrer Schwester auf. Ihrem Blick war zu entnehmen, dass sie diese Ansicht keine Sekunde lang teilte.
„Aber du hast doch gesagt, dass die Dosis zu gering war, um…“ Sydney verstummte als sie den veränderten Gesichtsausdruck Nadias bemerkte. „Was?“
„Mein Gott! Das ist die Idee!!“ rief die Jüngere der beiden Frauen plötzlich, aber leise genug, damit die Wachen sie nicht hören konnten, und hielt sich den Kopf. Warum war ihr dieser Gedanke nicht schon früher gekommen?! Das war doch nahe liegend! Nadia schüttelte über sich selbst den Kopf. „Ich glaub, ich hab’ einen Plan. Sydney, du bist ein Genie!“ murmelte sie. Sydney fühlte sich zwar geschmeichelt wegen des Kompliments, war aber doch recht verwirrt wegen der Reaktion ihrer Schwester.

„Was hast du da eben ausgeheckt?“ wollte Sydney wissen. Misstrauen prägte ihre Stimme. 
„Später. Kannst du eine Funkverbindung zum DSC oder zu Mom herstellen?“
„Nein. Wie auch ohne Peilsender?“ fragte Sydney. Nadia seufzte und setzte sich frustriert wieder auf das Metallbett. „Erzählst du mir jetzt von deinem Plan?“

Ein Stirnrunzeln von Nadia war die Antwort.

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Die Geräusche des Flugzeugmotors machten das Schweigen nur noch unerträglicher als es ohnehin schon war.
Jack blätterte in einer Zeitschrift. Seine verstohlenen Blicke glitten immer wieder zu Irina. Diese war viel zu sehr mit den Plänen, die sie Heinz gestohlen hatten, beschäftigt, als dass sie seine Blicke bemerkt hätte.
Erst als Jack seine Zeitschrift beiseite legte und auf dem Sessel ihr gegenüber Platz nahm, sah die ehemalige KGB-Agentin auf. Der Agent überlegte was er sagen könnte, um dem peinlichen Schweigen ein Ende zu machen. „Sind die Pläne hilfreich?“ fragte er deshalb.

Seine Frau lächelte. Nicht wegen der Frage, sondern weil sie genau wusste, dass Jack sich nicht zu ihr gesetzt hatte, um sie das zu fragen. Trotzdem griff sie seine Frage auf. „Ja. Ich denke nicht, dass wir Probleme haben werden, Sydney und Nadia zu befreien. Die Sicherheitssysteme innerhalb des Gebäudes werden per Computer gesteuert. Ich habe veranlasst, dass wir in Monaco mit Marshall verbunden sind. Außerhalb des Gebäudes schützen sich die The Hand-Agenten mit Wärmekameras und Wachhunden vor Eindringlingen. Besser wir greifen nachts an.“ Irina machte eine Pause, in der sie von den Plänen auf- und ihren Mann ansah. Sie erhoffte sich von ihm, ein Zeichen der Zustimmung für ihren Plan.
Doch Jack schien skeptisch, was Irina ein wenig verunsicherte, sie sich dies aber nicht anmerken ließ. „Hast du eine Idee wie wir die Wärmekameras und die Wachhunde umgehen?“
Irina nickte. „Wir treffen uns mit einem meiner Kontaktleute. Er beschafft uns Anzüge, die die Körperwäme neutralisieren und Giftköder für die Hunde. Wenn wir im Gebäude sind, wird einer von uns in den Serverraum gehen, der sich im Keller befindet und mit Marshalls Hilfe die Sicherheitssysteme deaktivieren. Sonst können wir gar nicht erst bis zu Sydney und Nadia vordringen.“ Die ehemalige KGB-Agentin fuhr sich mit der Hand über den Mund, dachte angestrengt nach. Hier war kein Platz für Fehler. Alles musste genau durchdacht und geplant werden. Schon eine Kleinigkeit konnte ausreichen, um ihre Töchter noch weiter in Gefahr zu bringen. Außerdem war da noch der Priester, den The Hand ebenfalls gefangen genommen hatte.
Die ehemalige KGB-Agentin runzelte die Stirn. Wenn es zu einer Entscheidung kommen würde, das Leben ihrer Töchter oder das des Priesters, würde sie keine Sekunde zögern und sich dafür entscheiden, das Leben von Sydney und Nadia zu retten, auch wenn das hieß, Priester Achtak zu opfern.

„Gut. Dann werde ich in den Serverraum gehen. Wir halten Funkverbindung. Sobald ich die Sicherheitssysteme deaktiviert habe, gebe ich dir ein Signal und du gehst du auf die Suche nach Sydney und Nadia“ schlug Jack vor.
„Sollte etwas schief gehen…“
„Irina…“ unterbrach der Agent seine Frau, weil er schon wusste wohin dieses Gespräch führte und das bereitete ihm Unbehagen. Er wollte sich nicht damit auseinandersetzen, dass einer von ihnen dabei verletzt werden oder sterben könnte. Mit diesem Gedanken musste er sich bei jedem Einsatz, den Sydney oder Irina ausführten, auseinandersetzen, da wollte er nicht auch noch von Irina an die Risiken erinnert werden. Noch dazu wo dieser Einsatz seine ganze Konzentration forderte. 
Doch stur wie seine Frau nun mal war, ließ sie sich nicht beirren. „Jack, hör mir zu.“ Sie legte ihre Hände auf Seine – ein elektrisierendes Gefühl für beide. „Ich vertrau sie dir an: Sydney und Nadia. Du musst sie schützen, wenn ich es nicht schaffen sollte. Sie müssen deine oberste Priorität sein, nicht ich.“
„Aus deinem Mund klingt das wie ein Abschied“ meinte der grauhaarige Agent traurig.
Die ehemalige KGB-Agentin beugte sich nach vorn und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen, was Jack bereitwillig zuließ, zog sie sogar noch näher an sich.

Nach einer Weile standen sie auf und bewegten sich auf eine Sitzgruppe zu. Irina lehnte sich mit ihrem Körper gegen das Polster, während ihr Mann ihren Nacken mit Küssen überzog.
Es dauerte nicht lange, da hatten sie sich ihrer Kleidung entledigt.

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Los Angeles

„Wenn Irina oder Jack das herauskriegen, bringen sie uns um“ murmelte Weiss, der neben Vaughn an dessen Schreibtisch saß und ihm dabei zusah, wie er sich über Jacks Benutzerkontonummer anmeldete. Der Schwarzhaarige ignorierte das Augenrollen seines besten Freundes und plapperte einfach weiter. „Und das ist zumindest im Falle von Irina Derevko wörtlich zu nehmen.“
Michael seufzte. Vielleicht hatte Weiss recht und es war wirklich vernünftiger, zu warten bis Jack und Irina wieder da waren, aber zurück konnte er jetzt nicht mehr. Er war an einem Punkt, an dem er einfach nicht mehr anders konnte und Vaughn hatte einfach nicht die Zeit, darauf zu warten, dass Jack seine Ermittlungen abgeschlossen hatte. Er musste es jetzt wissen! Das war er seiner Mutter schuldig. Von Weiss erwartete er nicht, dass er seinen besten Freund verstand. Das konnte nur nachempfinden, wer selbst schon in der Situation von Vaughn gewesen war. „Du kannst ja gehen, wenn du willst“ murmelte der blonde Agent ohne seinen Blick vom Bildschirm abzuwenden.

Sein bester Freund schüttelte vehement mit dem Kopf. „Ich kann dich nicht allein in dein Unglück rennen lassen. Außerdem ist mir jede Ablenkung recht.“
Während Michael die Dateien nach Informationen zum Stand von Jacks Ermittlungen durchforstete, antwortete er, nicht ohne ein Augenzwinkern: „Du meinst jede Ablenkung von Nadia.“
Ein säuerlicher Ausdruck mischte sich in Erics Blick. Nicht, weil Vaughn Nadia angesprochen hatte, sondern weil er so leicht zu durchschauen war. Wozu war er eigentlich Agent, wenn er es noch nichtmal schaffte, seine Gefühle vor seinen engsten Freunden verborgen zu halten? Abgesehen davon stimmte es was Michael sagte: Weiss suchte tatsächlich nach einer Möglichkeit, nicht über Nadia nachdenken zu müssen. „Ich bitte dich, Vaughn! Nadia und ich sind nicht mehr zusammen!“ winkte der schwarzhaarige Agent ab, während er nach einer Möglichkeit suchte, diesem Gespräch eine andere Richtung zu geben.
Doch so leicht ließ sich Vaughn davon nicht abbringen. „Aber du empfindest noch etwas für sie und das verunsichert dich.“
„Okay, Dr. Freud, können wir die Sitzung auf später verschieben? Wir, bzw. du, sind gerade dabei uns in Schwierigkeiten zu bringen“ brummte Weiss, der den Bildschirm überflog und auf eine bestimmte Stelle deutete, auf die Datei, von der er vermutete, dass sie die Informationen beinhaltete, nach der er und Vaughn suchten.

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Monaco

Es war bereits dunkel als sich die Tür zu dem Zimmer, in dem Nadia und Sydney  eingesperrt waren, unter lautem Quietschen öffnete. Herein kam Sark, der sich die Hände mit einem Tuch abwischte, an denen sich das Blut des Priesters befand, zusammen mit mehreren Agenten. „Der Priester hat geredet“ verkündete der Blonde mit einem hämischen Grinsen im Gesicht. Einer seiner Agenten hielt eine Waffe in der Hand. Sark wandte sich ihm zu und befahl Sydney zu töten, was Nadia mit einem erstaunten Stirnrunzeln quittierte. Der Tötungsbefehl hatte nur Sydney gegolten, warum nicht ihr?

Als könne er Gedanken lesen, wandte sich Julian an Nadia. „Ich werde dich nicht töten lassen, Liebes.“ Wieder glitt sein Blick zu den anderen Agenten, die nur auf einen Befehl von Sark warteten. „Lasst sie zusehen wie ihre Schwester stirbt und schafft sie dann nach Kreta, wo ich…“ Weiter kam der blonde Agent nicht, denn plötzlich klingelte sein Handy. „Ja!....Was soll das heißen?!..........Dann sorgen Sie dafür, dass Sie von Vaughn untentdeckt bleiben. Wie ist mir egal!“

Der The Hand-Agent schnaubte entnervt als er auflegte. Sydneys Magen krampfte sich zusammen. Sark hatte vermutlich mit dem Maulwurf telefoniert. Was er Vaughn wohl antun würde? Ihn töten? Und sie, Sydney, war nicht da, um ihn zu warnen.
Tränen der Wut schossen der Agentin in die Augen. Nadia signalisierte ihr mit einem warnenden Blick, dass sie nichts tun solle, doch Sydney war so rasend vor Wut, dass sie sich nicht weiter beherrschen konnte und wollte. Sark ließ sie sowieso töten, aber für einen Moment wollte sie ihn spüren lassen was sie fühlte.

Also riss sie sich von ihren Bewachern los, die sich neben sie gestellt hatten, um sie und Nadia hinauszuführen, stürmte auf Sark los und schlug ihn so hart, dass er mit dem Körper gegen die Wand prallte und eine gebrochene Nase davontrug, aus der eine Blutfontäne schoss. Die Agenten schafften es, Sydney von Sark wegzuzerren, schlugen ihr in den Magen, so dass sie sich krümmte vor Schmerz und ein leises Grunzen von sich gab.
Obwohl Sark Schmerzen hatte, stahl sich ein schmutziges Grinsen in sein Gesicht. „Wo ist Ihre Beherrschung geblieben, Sydney?“
Als die Braunhaarige sich wieder aufrappeln wollte, um ihn erneut zu schlagen, spürte sie Nadias Hand auf ihrer Schulter und wandte sich ihr zu. „Lass es, Sydney. Er ist es nicht wert“ meinte die Argentinierin sanft.
Sydney nickte bloß. Zu mehr war sie nicht imstande, weil die Wut noch immer wie ein Feuer in ihr loderte, drohte sie vollständig aufzufressen. Oh, wie sehr sie diesen Kerl doch hasste!!

Plötzlich fiel das Licht aus. Gleichzeitig hoben alle Anwesenden ihren Blick zur Decke. Alle waren gleichermaßen verwirrt. Nur die Schwestern begriffen rechtzeitig: Jemand war gekommen, um sie rauszuholen.
Sark merkte es ein bisschen später und zog seine Waffe, befahl den übrigen Drei auf die Agentinnen aufzupassen und machte sich auf dann auf, um die Eindringlinge zu suchen.

Sein Weg führte den Blonden durch das Foyer, vorbei an dem leblosen Körper von Priester Achtak, den er getötet hatte, nachdem dieser ihm die gewünschten Informationen geliefert hatte. Alles war dunkel. Nur durch die Fenster fiel etwas Mondlicht herein. Sark hielt die Waffe dicht an seinem Körper, versuchte jeden Winkel des Raumes zu erfassen, und auf einen Angriff vorbereitet zu sein.
Nichtmal ein Geräusch war zu hören, das auf die Angreifer hätte schließen können. Eindeutig Agenten, die ihr Handwerk verstehen, ging es Sark durch den Kopf. Vaughn konnte es nicht sein, da er und Weiss damit beschäftigt waren, den Maulwurf zu finden, weshalb dieser in Panik bei Sark angerufen hatte. Vielleicht war es Dixon.
Ein Lächeln stahl sich auf Sarks Gesicht. Irgendwie hoffte er, dass es Irina war. Er hatte lieber einen Gegner, der ihm absolut ebenbürtig war.

Jemand griff ihn von hinten an. Sark fuhr blitzschnell herum und fing die Hand mit dem Messer von Irina mitten in der Bewegung ab. „Ich habe gehofft, dass Sie es sein würden“ flüsterte er ehrfürchtig. Schon immer hatte er sich gefragt wie ein Kampf zwischen ihr und ihm wohl ausgehen würde. Jetzt war der Augenblick da, um es zu testen.
„Das hätten Sie nicht tun sollen!“ giftete Irina und benutzte ihre freie Hand für einen Schlag ins Gesicht, der Sarks Abstand zu ihr vergrößerte, so dass sie einen zweiten Schlag ausführen konnte, der ihn zu Boden schickte. Wieder hob sie die Hand, in der sie das Messer hielt und wollte zustechen, doch wieder schaffte der Blonde es, sie abzuwehren, konnte sie sogar aus Irinas Hand schlagen und sie so zu Fall bringen.

Schnell, damit sie keine Zeit hatte aufzustehen, kam er zu ihr hinüber und schlug ihr ins Gesicht, machte einen Schritt zurück und stolperte, weil Irina ihm das Bein gestellt hatte. Die Russin kam schnell auf die Beine und war sofort wieder bei ihm. Sark umklammerte ihren Arm als sie ihn hochzog und beide flogen in den Glastisch, der zerschellte. Die leere Champagnerflasche, die auf dem Tisch gestanden hatte, landete auf dem Boden ohne zu zerbrechen.
Der Blonde wollte nach seiner früheren Chefin treten, doch Irina blockte seinen Tritt mit ihrem Fuß ab.
Sie standen beide auf und schließlich konnte sich Irina von ihm losmachen und einen so heftigen Schlag landen, dass er bewusstlos liegen blieb.

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Wie auf Kommando hatten sich Sydney und Nadia von ihren Bewachern losgerissen. Ein Tumult entstand. Sydney versuchte dem Agenten, mit dem sie kämpfte die Waffe aus der Hand zu schlagen, wodurch sich ein Schuss löste.

Irina hatte Sark eigentlich festnehmen wollen, doch der Schuss, der aus dem Kellergeschoss gekommen war, ließ sie alarmiert aufschrecken. „Jack, was siehst du?“ meldete sie sich per Funk bei ihrem Mann, der noch immer im Serverraum saß und darauf achtete, ob sich Wachen seiner Frau näherten.
„Sydney und Nadia sind im Kellergeschoss, vermute ich. Ich sehe einen Kampf. Ich komme und helfe dir!“
Irina wollte protestieren, aber ihr Mann hatte seinen Posten schon verlassen. Als sie sich umdrehte, sah sie sich einem Agenten gegenüber, der seine Waffe auf sie gerichtet hatte. In blitzschneller Bewegung hob Irina die Flasche vom Boden auf und warf sie dem Agenten an den Kopf, der damit überhaupt nicht gerechnet hatte und sich den blutenden Kopf hielt als Irinas improvisierte Waffe ihn traf.
Die ehemalige KGB-Agentin gab dem Agenten aber keine Zeit, wieder zu sich zu kommen, rannte auf ihn zu und schlug ihm die Waffe aus der Hand, damit die ihr nicht mehr gefährlich werden konnte. Kaum hatte sie dies getan, erwachte ihr Gegner aus seiner Benommenheit und blockte den zweiten Schlag, den Irina zu landen versuchte, geschickt ab und schlug ihr nun seinerseits ins Gesicht, wodurch ihr Kopf herumfuhr und ihr eine aufgeplatzte Lippe einbrachte.
Schnell setzte der Agent mit einem weiteren Schlag nach, der Irina zu Boden schleuderte. Ihr Gegner kam auf sie zu, die Russin rollte sich ab, erreichte die Waffe auf dem Boden und schoss ihm in die Brust, bevor er sie erreichen konnte.

„Irina!“ rief Jack hinter ihr. Sie drehte sich um und sah, dass Sark eine Waffe auf sie gerichtet hatte. Er wollte schießen, aber Jack war schneller und schoss. Es war keine tödliche Verletzung, der Agent hatte lediglich sein Bein getroffen, aber es reichte, um Sark kampfunfähig zu machen. Eigentlich sollten sie ihn festnehmen, doch das Ehepaar war viel zu besorgt um Sydney und Nadia. Deshalb kümmerten sie sich nicht weiter um Sark, sondern rannten in den Keller, wo sie die Schwestern vermuteten.

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Verstärkung war gekommen und Nadia so mit ihren Gegnern beschäftigt, dass sie ihrer Schwester nicht zu Hilfe kommen konnte. Diese wurde von ihrem Gegner gewürgt, schaffte es nicht ihn abzuschütteln. „Sie haben gut gekämpft, aber wissen Sie auch was jetzt kommt?“ fragte der Agent mit höhnischem Grinsen.
Die Antwort folgte auf dem Fuße, aber sie kam nicht von Sydney, sondern von einer anderen Frau, die neben Sydney erschien. „Ja, ich bin dran!“ knurrte Irina. Der Agent war so überrascht, dass er Sydney losließ, die hustete und um Luft rang. Der The Hand-Agent war kurz davor gewesen sie zu erwürgen.

Die freie Deckung nutzte die ehemalige KGB-Agentin, um den Arm ihres Gegners um 180 Grad zu drehen und einige gute gezielte Schläge mit der anderen Hand in seinen Magen zu landen. Als sich ihr Gegner krümmte, setzte sie mit einem Kinnhacken nach, der ihn bewusstlos machte.
Irina schnaufte schwer: Zu kämpfen, hatte sie ganz schön ins Schwitzen gebracht.

Sydney!
Sie blickte hinunter und sah Jack bei ihrer Tochter sitzen, der beruhigend auf die braunhaarige Agentin einredete, damit sie nicht hyperventilierte.
Die ehemalige KGB-Agentin blickte nach links und lächelte schwach als sie Nadia auf sich zukommen sah. Sie umarmten sich und als sie sich voneinander lösten, bemerkte Irina die Kratzer im Gesicht ihrer zweiten Tochter und die roten Stellen unter ihren Augen, die sicher bald zu Veilchen werden würden. Irina notierte sich in Gedanken, Nadias Wunden später, im Flugzeug zu versorgen. „Alles in Ordnung?“ wandte sich die ehemalige KGB-Agentin an Sydney, während sie Jack dabei half, ihre erstgeborene Tochter zu stützen, da sie wegen des vorübergehenden Sauerstoffmangels Mühe hatte, sich auf den Beinen zu halten.

„Ja“ nickte die CIA-Agentin und lächelte dankbar. „Ihr habt uns das Leben gerettet.“
Jack gestattete sich ein leichtes Grinsen und antwortete: „Dazu sind Eltern doch da, oder?“ Sie lachten und machten sich auf den Weg hinaus. Sark hatte längst die Flucht ergriffen, was Sydney ein wenig verärgerte, genau wie Nadia. Das hieß, The Hand würde bald in Besitz der Bombe sein. Außer ihnen kam noch eine Idee wie sie die Bombe finden konnten – ohne den Priester, denn der war tot.
Auf Irinas Frage hin, erzählte Nadia dies ihrer Mutter, die genauso frustriert reagierte wie Sydney sich fühlte. Die Einzige, die zuversichtlich war, war Nadia. Schließlich hatte sie bereits einen Plan, wollte aber warten bis sie wieder in LA waren, ehe sie ihre Mutter einweihte. Sie dazu zu überreden, würde ein hartes Stück Arbeit werden und Nadia war davon ja selbst nicht so begeistert, aber nach dem Tod des Priesters war das ihre einzige Chance.

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Los Angeles

„Nein, nein, nein!“ rief Vaughn frustriert und hämmerte gegen den Bildschirm. Er war schwarz geworden und mit gelber Schrift informierte ihn das System darüber, dass sich der PC mit einem Virus infiziert hatte und alle Dateien von Jacks Server gelöscht waren.
„Was ist? Was ist passiert?“ fragte Weiss überrascht und folgte dem Blick seines Freundes, der noch immer auf den Bildschirm gerichtet war. Diese Dinger waren der reinste Schrott! Obgleich Vaughn als Agent wenigstens ein wenig Ahnung von Computern haben sollte.

Weit mehr als der Virus beunruhigte es ihn aber, dass Marshall verpflichtet war, den Virus Irina und Jack zu melden, wodurch diese erfahren würden, dass Michael sich ohne Erlaubnis in das System eingehackt hatte. Auf das Gespräch war der Agent gar nicht scharf.
„Ich weiß es nicht! Jemand muss einen Virus eingespeist haben“ seufzte Vaughn frustriert.
„Ich will ja nicht sagen, ich hab’s dir doch gesagt, aber…“ Eric ließ sich einen Moment Zeit. Michael sah ihn an. „Ich hab’s dir doch gesagt. Bin gleich wieder da. Ich hole Marshall.“

Draußen im Van hatte der Maulwurf einen Laptop aufgebaut und hörte mit Genugtuung über seine Wanze wie Weiss und Vaughn den Virus bemerkten. Ein zufriedenes Lächeln umspielte seine Mundwinkel, während er sein Handy zückte und Sarks Nummer wählte.
Seine Stimme klang ein wenig schwer, als hätte er geschlafen und wäre gerade aufgewacht. „Habe ich Sie geweckt?“ fragte der Maulwurf, ohne wirklich daran interessiert zu sein, ob Sark geschlafen hatte oder nicht.
„Nein, Nicolai. Ich hatte eine kleine Auseinandersetzung mit Irina Derevko!“ erwiderte der blonde Agent bissig, der in einem schwarzen Lieferwagen saß und den Hörer zwischen Ohr und Schulter klemmte, damit er sein Bein verbinden konnte. „Waren Sie erfolgreich? Ist Vaughn aus dem Spiel?“
Nicolai lächelte verschlagen. „Ich will mich ja nicht selbst loben, aber ich konnte unser Problem lösen ohne Vaughn beseitigen zu müssen und damit unnötigerweise Aufmerksamkeit dorthin zu lenken wo sie nicht erwünscht ist. Im Übrigen hatte Jack Bristow Carolyn Fox in Verdacht und nicht mich. Es war gut, mich im Hintergrund zu halten. Wer würde schon darauf kommen, dass ich die Wanzen überall angebracht habe und The Hand alle Informationen über Nadias Transport gegeben habe, damit sie entführt werden konnte?“
Sark verzog das Gesicht angesichts der Arroganz, die Nicolai an den Tag legte. Scott Bailey hatte auch gedacht, alles unter Kontrolle zu haben, dann hatte er sich in Sydney verliebt und alles war schief gelaufen.

In Gefahr sich zu verlieben, lief Nicolai zwar nicht, aber seine Arroganz konnte ihm trotzdem zum Verhängnis werden. Sydney mochte vielleicht in vielerlei Hinsicht naiv sein, aber dumm war sie nicht. Im Gegenteil: Sie war eine brillante Agentin. Von Nadia, Irina und Jack ganz zu schweigen.
„Sie sollten besser nicht so hochnäsig sein. Dort wo Sie waren, waren schon viele und sind gescheitert. Halten Sie sich weiterhin im Hintergrund und sorgen Sie dafür, dass Carolyn Fox weiterhin in Verdacht bleibt. Unsere Vorgesetzten mögen keine Fehler!“ Damit legte Sark ohne weitere Abschiedsworte auf.

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It’s not hard to see
Anyone who looks at me
Knows I am just a rolling stone
Never landed any place to call my own
To call my own


Nadia lächelte in freudiger Erwartung als sie es an ihrer Tür klopfen hörte. Um diese Uhrzeit konnte das eigentlich nur Sydney sein. Es freute die Agentin, dass sie und ihre Schwester sich nach ihrer Aussprache wieder besser verstanden. Das war mehr und schneller als sie zu hoffen gewagt hatte.
Doch vor der Tür stand nicht Sydney, es war Weiss.

Sie brauchte eine Weile, um ihre Sprache wieder zu finden. „Du bist nicht Sydney.“
Er lächelte ein wenig, auch wenn ihm danach nicht zumute war. “Nein.” Als er die Veilchen sah, die Nadias linkes und rechtes Auge zierten, reagierte er schockiert. „Was ist passiert?!“

Weiss wollte sie berühren, doch die Agentin wich ihm aus, machte einen Schritt zurück und lächelte gequält. „Ich bin…eine Treppe hinunter gefallen.“ Erics Blick spiegelte die Zweifel wider, die er an dem Wahrheitsgehalt dieser Erklärung hatte. „Eine sehr lange Treppe“ fügte Nadia hinzu.

Well it seems like so long ago
But it really ain’t you know
I started off a crazy kid
Miracle I made it though
The things I did
The things I did


Die Möbel mussten schon länger hier stehen, was darauf hindeutete, dass Nadia in diesem Appartement, das Weiss auf eine Größe von ungefähr 38 Quadratmeter schätzte, nur vorübergehend wohnte.

Auf dem Esstisch stand eine Flasche Rotwein. Von der Küche her duftete es nach Essen. „Ich werde dich nicht lange aufhalten. Darf ich reinkommen?“ fragte Weiss freundlich.
„Natürlich“ meinte die Schwarzhaarige. Ihr war es peinlich, dass sie ihn nicht sofort herein gebeten hatte. Die Situation überforderte sie ein wenig. Einerseits war da sofort wieder dieses vertraute Kribbeln im Bauch, als würde die ganze Welt aus den Fugen geraten und nur noch er zählen.
Andererseits spürte sie auch deutlich die Mauer, die sich zwischen ihnen aufgebaut hatte nach allem was passiert war. Hauptsächlich weil Nadia so dumm gewesen war, den ersten Mann, den sie je geliebt hatte, zu belügen und ihm somit das Herz zu brechen.

Some day I’ll go where
There ain’t no rain or snow
Till then I’ll travel alone

And I’ll make my bed
With the stars above my head
And dream of a place called home


Weiss unterzog das Appartement einer näheren Betrachtung wo er schonmal drinnen war. Obwohl die Möbel nicht Nadias waren und alles sehr provisorisch wirkte, war es doch sehr gemütlich. Unter anderen Umständen hätte Eric sich hier richtig heimisch gefühlt. Das konnte aber auch damit zusammenhängen, dass er jeden Ort, an dem Nadia war, als sein Zuhause betrachtete. Zumindest war es früher so gewesen.
„Nachdem ihr euch ausgesprochen habt, will Sydney dich zu ihrer Trauzeugin machen. Ich nehme an, das weißt du“ drehte sich der Schwarzhaarige seiner Ex-Freundin zu.

Diese nickte. Auch sie hatte schon mit dem Gedanken gespielt was das für sie und Weiss bedeutete: Sie würden sich wieder jeden Tag sehen, um die Hochzeit gemeinsam vorzubereiten. Es war für Nadia ja schon schwer jetzt mit ihm allein zu sein, weil sie nicht wusste wie sie mit ihm umgehen sollte; Wie würde es erst werden, wenn sie wieder jeden Tag zusammenarbeiten mussten?

I had a chance to settle down
Get a job and live in town
Work in some old factory
I never liked the foreman
Standing over me
Over me


“Die Sache ist die” Weiss zog die Stirn kraus, um zu verhindern, dass ihm die Tränen, die sich in seinen Augen gebildet hatten, über die Wangen liefen, was ihm gut gelang. „Ich…“ Er atmete tief durch. Seine Stimme zitterte, genau wie seine Hände und so sehr er sich auch anstrengte, es ließ sich nicht abstellen. „Ich habe noch immer Gefühle für dich, aber ich weiß nicht, ob es mein Herz noch einmal verkraften würde, wenn du mich nochmal verletzt. Verstehst du?“

Nadia war verwirrt. Was sollte das heißen? Stellte er ihr ein Ultimatum? Entweder sie trat als Trauzeugin zurück oder er?!
Eigentlich hätte sie zornig sein sollen, aber irgendwie verstand sie ihren Ex-Freund. Sie hatte ihm wehgetan und auch wenn sie wusste, dass sie Weiss nie wieder verletzen würde, hatte er keine Garantie dafür, dass es nicht wieder geschah. Das Vertrauen war einfach zerstört und konnte nicht von heute auf morgen wieder neu entstehen. Er brauchte Zeit. Genau wie Nadia.
„Was schlägst du vor?“ fragte sie, obwohl sie die Antwort schon kannte.

Weiss zuckte mit den Achseln, was angesichts seines Alters, ein kurzes Schmunzeln auf Nadias Lippen brachte. Achselzucken war eine Geste, die man eher von einem Teenager erwartet hätte, aber nicht von einem Mann etwas über dreißig. Vielleicht drückte es aber auch nur Erics Hilflosigkeit in Bezug auf diese Situation aus. Er wollte sie küssen und er wollte sie aus seinem Leben verbannen, was so widersprüchlich war.
Der Agent musste erst herausfinden was er wirklich wollte, bevor er anfangen konnte, wieder einigermaßen normal mit Nadia umzugehen. „Sydney würde es uns nie verzeihen, wenn einer von uns abspringt“ meinte der Schwarzhaarige schließlich.
„Also Augen zu und durch“ flüsterte Nadia.
Ihr Ex-Freund nickte. Ein letzter, trauriger Blick galt dem Tisch und der Küche. „Entschuldige die Störung. Schönen Abend noch.“ Dann verließ er das Appartement ohne eine Erwiderung von Nadia abzuwarten.

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Als Sydney die Tür zu ihrer Wohnung aufsperrte, fand sie Vaughn im Wohnzimmer sitzen. Im Dunkeln und vor sich hinstarrend. Als die Braunhaarige den Lichtschalter betätigte, blinzelte ihr Verlobter gegen das plötzliche Licht an.
Während sie sich auf ihn zu bewegte, fragte sich Sydney wie lange Vaughn hier schon gesessen haben mochte. Er stand auf, wodurch die Agentin die Tränen sah, die in seinen Augen schimmerten. „Ich hab von deiner Mom gehört“ erzählte die Braunhaarige sanft und legte eine Hand auf seine Wange.

Die Wärme, die von ihren Händen ausging und die Sanftheit, mit der sie ihn berührte, gab Michael ein wenig Trost. Danach hatte er sich schon gesehnt seit er von Moniques Tod erfahren hatte. Er hatte mit dem Gedanken gespielt, Sydney anzurufen, wollte sie aber nicht belasten. Bei einem Einsatz brauchte sie ihre gesamte Konzentration. Obwohl ihr das nicht viel genützt hatte, wäre sie doch beinahe drauf gegangen.
Insgeheim bedankte sich der Agent bei Irina und Jack dafür, dass sie ihm Sydney heil zurück gebracht hatten. Laut ausgesprochen hätte er diesen Dank ihnen gegenüber aber niemals. Dazu war das mit Monique noch zu frisch und es gab so vieles, was zwischen ihm und Sydneys Eltern stand. Er wusste ja nichtmal, ob und inwiefern er ihnen trauen konnte. Das galt besonders für Irina.

Ohne etwas auf Sydneys Worte zu erwidern, schloss der Blonde sie in seine Arme. „Ich bin so froh, dass dir nichts passiert ist. Wenn ich dich auch noch verloren hätte…“
„Shh….“ Wurde der Agent von seiner Verlobten unterbrochen. Beruhigend strich sie ihm über den Rücken. Endlich sahen sie sich in die Augen. Wenig später folgte ein Kuss, der mit jeder Minute intensiver wurde.
Mit sanfter Gewalt drückte Vaughn Sydney auf die Couch, schmiss die Kissen zu Boden und küsste sie weiterhin, während sie seine Krawatte löste. Sie wollten jetzt beide nicht denken: Sydney nicht an die Probleme, die die nächsten Wochen auf sie zukommen würden, damit, dass Sark bald in Besitz der Bombe sein würde und Vaughn wollte nicht an den Tod seiner Mutter erinnert werden.

Michaels Hände wanderten Sydneys Rücken hinauf und schließlich streifte er ihr Top ab. Ihre Lippen trafen wieder aufeinander. Die Agentin küsste seine Wange und arbeitete sich anschließend bis zu einem Hals vor, knöpfte sein Hemd auf und küsste seinen Bauch.
Wenigstens für diesen einen Abend waren die Probleme vergessen. Dieser Abend gehörte nur ihnen allein.

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