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05. Tödliche Liebe

Sydney seufzte. Vaughn nahm ihre Hand und schaute sie an. „Die CIA zieht um!“, sagte er. „Es wurde mir gerade mitgeteilt!“
„ Wohin?“, fragte Sydney.
„ Das ist noch geheim. Wir werden es wohl bald erfahren!“

Zwei Tage später:
Sydneys und Vaughns Gesichter waren nur schemenhaft im Schein des Kerzenlichts zu sehen. Beide saßen in der Küche von Sydneys Appartement, die mittlerweile zweite Flasche Rotwein auf dem Tisch stehend und lächelten während sie von peinlichen Kindheitserlebnissen erzählten. Im Hintergrund sang Michelle Branch.
„ Das glaube ich nicht. Du warst wirklich ein Truthahn?!“ lachte Vaughn und nahm einen Schluck Wein.
Sydney grinste. Ihr Gesicht hatte einen rötlichen Teint bekommen. „Ja, das war ich. Und ich war ein guter Truthahn.“ Sie lachte, warf ihr Haar ein wenig zurück und legte ihre Hand auf Seine. Die Berührung schien einen elektrischen Schlag bei beiden auszulösen. Ihre Blicke trafen sich und für einen Moment herrschte Stille.
Die CD wechselte. Die Frontsängerin von Bif Naked stimmte „Lucky“, eine wunderbar romantische Ballade, an.

It was a Monday when my Lover told me
Never pay the reaper with love only

Vaughn stand auf, noch immer umfasste seine Hand Sydneys. „Tanzt du mit mir?“ fragte er.
Sydney starrte ihren Freund perplex an, als sei er komplett verrückt geworden.
„ Was?! Hier?“ Ihre Frage ging in einem Lachen unter, doch Vaughns Gesicht blieb ernst, während er sie hochzog. Da bemerkte Sydney erst wie viel sie wirklich schon getrunken hatte. Der Raum schien sich zu drehen und für einen Moment fühlte sie sich als würde sie das Gleichgewicht verlieren, doch Vaughns Arme umklammerten ihre Taille so fest, dass sie nicht hinfallen konnte. Tiefe, schweigsame Blicke in die Augen folgten.

What could I say to you except “I Love you”
And “I´d give my life for yours”
I know we are, we are the lucky Ones
I know we are, we are the lucky Ones
I know we are, we are the lucky Ones, dear

Endlich gelang es dem Paar die ersten verhaltenen Tanzschritte zu machen. Vaughns Hand hielt Sydneys Taille noch immer umklammert. Sein Gesichtsausdruck war wegen des spärlichen Kerzenlichtes nur schemenhaft zu erkennen also zeichnete Sydney die Konturen seines Gesichts mit der Hand nach, die zuvor auf seiner Schulter geruht hatte.
Der blonde Agent lächelte seine Freundin warm an.
„ Was ist?“ wollte Sydney wissen, deren Hand seine Lippen streifte um später wieder zu ihrem Platz auf seiner Schulter zurückkehrte.

Remember the Time we made love in the roses
And you took Picture in all sorts of poses
How could I ever get over you, when I´d give my Life for yours

“Nichts….Ich fühle mich nur gut das ist alles!” antwortete Vaughn Sydneys Gesicht studierend.
Diese senkte ihres beschämt, strich sich eine Strähne aus ihrem Gesicht und lächelte ihren Freund wieder an. „Das kommt bestimmt vom Wein!“
Vaughn schüttelte vehement mit dem Kopf und mit einem Mal schien es als ob er völlig nüchtern wäre, als hätte er die Flasche Wein nicht mit ihr getrunken. „Es ist nicht der Wein. Das bist du! Jedes Mal…..“ Der blonde Agent seufzte und suchte nach den richtigen Worten um seine Gefühle auszudrücken. „Immer, wenn ich mit dir zusammen bin, ist es für mich als würde ich nach Hause kommen. Als gäbe es die CIA und den ganzen Horror gar nicht.“
Ergriffen von seinen Worten schimmerten Tränen in Sydneys Augen, die das Licht der Kerzen widerspiegelten. Vaughns Hand legte sich auf ihre Wange. „Ich liebe dich!“ hauchte er sanft. Sie küssten sich und machten langsame Schritte ins Schlafzimmer ohne in ihrem Tun abzulassen oder groß darauf zu achten wohin sie überhaupt gingen.

I know we are, we are the lucky ones
I know we are, we are the lucky ones
I know we are , we are the lucky ones

Vaughn setzte sich als er das Bett spürte, küsste Sydney weiterhin und öffnete währendessen ihre Bluse. Sydney wiederum machte sich daran die Krawatte von seinem Hemd zu lösen und als sie das geschafft hatte, sein Hemd aufzuknöpfen.

It´s Time to say I thank God for you
I thank God for you in each and every single way
And I know………….I know…………I know………I know

Sydney und Vaughn legten sich auf das Bett nachdem sie sich völlig ausgezogen hatten, machten unaufhörlich weiter damit sich zu küssen.
Sowohl Sydney, als auch ihr Freund konnten die Leidenschaft und ihr Verlangen nacheinander nicht mehr zügeln. Die Küsse wurden fordernder, verlangender.
Die braunhaarige Frau stieß die Bettdecke achtlos zu Boden und genoss das Gefühl Vaughn in sich zu spüren, jeden Zentimeter seines Körpers in sich aufzunehmen.

It´s Time to let you know,
Time to let you know, Time
To let you know, Time to sit here and say

I know we are, we are the lucky ones (3x)
I know we are, we are the lucky ones dear, dear (3x)
We are the lucky ones dear (3x)

Wenig später saßen Sydney und Vaughn im „Café Tango“ und tranken einen Capuccino. „Ich bin so froh, dass es dich gibt!“, sagte Sydney.
„ Ich liebe dich auch!“, sagte Vaughn.
Als er seinen Capuccino ausgetrunken hatte, klingelte sein Handy. „Vaughn?“, fragte er in den Hörer. „Alles klar, ich komme sofort!“, sagte er und legte auf. „Sydney, ich muss gehen, meine Mutter hatte einen Unfall.“
„ Ist es sehr schlimm?“, fragte sie.
„ Nein, sie verlangt nur die ganze Zeit nach mir!“, antwortete Vaughn und grinste.
Als er aufstand, gab Sydney ihm einen Kuss auf die Wange. Doch als sich ihre Wangen berührten, gab es einen Schuss und Vaughn fiel leblos zu Boden. „Michael!“, schrie Sydney und stürzte sich auf ihn. Doch aus seinem Rücken floss Blut und nun sah Sydney, wer geschossen hatte. Die Person stand immer noch mit der Waffe auf Vaughn gerichtet in einiger Entfernung. Es war Francie.

Dieses Kapitel entstand mit freundlicher Unterstützung von Steffi!
Song by Bif Naked - "Lucky"