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02. Gestellter Feind

Als Sydney wieder zu sich kam, fand sie sich in einem Krankenzimmer wieder. Ihre Freunde Will und Francie saßen neben dem Bett und schauten sie besorgt an. „Wir wissen, was los ist!“, sagte Francie ruhig.
„Was ist denn los?“, fragte Sydney geschockt, denn sie dachte, dass nun auch Francie über ihr Doppelleben bescheid wusste.
„Die Bank, in der du arbeitest, wurde überfallen.“, fuhr Francie fort. Sydney schaute erleichtert in Wills Gesicht, der ihr zuzwinkerte.
Um sich ein Gespräch mit ihm zu verschaffen, sagte Syd zu Francie: „Francie, könntest du mir ein Glas Wasser besorgen?“ Ohne zu zögern stand ihre Freundin auf und ging hinaus. Kaum hatte sie die Tür hinter sich geschlossen, setzte Sydney sich auf.
„Weißt du, was mit Michael ist?“, fragte sie besorgt.
Will rutschte ein Stück näher zu ihr und begann zu flüstern: „Alle Schwestern und Ärzte im Krankenhaus glauben die Geschichte mit dem Überfall. Du kannst ganz unbesorgt sein, dass…“
„Was ist mit Michael?“, fragte Sydney noch mal.
„Dem geht’s gut! Du bist die einzige, die ins Krankenhaus musste.“
Nach diesen Worten kam eine Schwester ins Zimmer, die Will vor die Tür schickte. Die Schwester stellte sich neben das Bett.
„Sie können froh sein, dass sie nur eine Festplatte im Bein gehabt haben.“, sagte sie und begann zu lachen. „Kleiner Scherz. Sie dürfen morgen das Krankenhaus wieder verlassen.“
„Was hatte ich denn?“, fragte Sydney interessiert.
„Nun ja, Sie haben leichte Verbrennungen am linken Bein und einige kleine Metallstücke mussten aus Ihrem rechten Arm entfernt werden. Für die Verbrennungen nehmen Sie am Besten handelsübliche Salben, alles andere erklärt Ihnen der Doktor!“ Mit diesen Worten verschwand sie durch die Tür.

Zwei Tage später:
Sydney saß alleine in ihrer neuen Wohnung und musste heute noch nicht zur Arbeit. Sie machte sich Sorgen um Francie und Will, von denen sie seit dem Krankenhausbesuch nichts mehr gehört hatte. Ihr Telefon klingelte.
„Ja?“, fragte Sydney in den Hörer.
„Hallo Agent Bristow, hier ist Mr. Kendall und ich rufe über eine sichere Leitung an. Zuerst wollte ich Ihnen aber mitteilen, dass unser Büro wieder vollständig aufgebaut ist. Sie können ab morgen wieder Ihren Dienst antreten!“
„Hallo Mr. Kendall. Wie geht es Ihnen?“
„Gut. Ich rufe aber aus einem anderen Grund an. Eben bekamen wir eine Nachricht von Mr. Sark. Er will sich der CIA stellen.“
„Hat das irgendeinen bestimmten Grund?“, fragte Sydney.
„Nein“, sagte Kendall. „Er erwartet uns heute Nachmittag im Central Park. Wir werden ihn dort abholen und ihn, genau wie Derevko, in eine Zelle sperren. Ich erwarte sie morgen zum Dienst!“ Mit diesen Worten legte er auf.
Als Sydney am nächsten Morgen das CIA-Büro betrat, war von dem Anschlag nichts mehr zu bemerken. Vaughn, Kendall und ihr Vater kamen auf sie zu.
„Wir haben Sark!“, sagte Jack.
„Ich möchte mit ihm reden!“, fiel Sydney ihm ins Wort.
„Er hat auch die ganze Zeit nach dir gefragt!“, sagte Vaughn.
„Nach mir?“, fragte Syd verdutzt.
„Ja, er wollte die ganze Zeit mit niemand anderem reden!“, sagte Kendall.
Als Sydney sich vor Sarks Zelle auf einen Stuhl gesetzt hatte, kam Sark auf sie zu.
„Sydney! Schön Sie wieder zu sehen.“, sagte er.
„Warum haben Sie sich gestellt?“, fragte Sydney kalt.
„Sie können ruhig Du zu mir sagen!“, sagte Sark.
„Nein danke! Warum haben sie sich gestellt?“, fragte Syd nochmals.
Mr. Sarks Antwort ließ sie fast vom Stuhl fallen: „Weil ich Sie liebe!“