22. Alles Auf Anfang
Das unausweichliche Finale.
Der Knall von Sloanes Waffe hallte in Sydneys Kopf nach, als sie instinktiv in Deckung ging. Aus dem Augenwinkel sah sie, dass die Schüsse nicht Marshalls Kopf trafen, sondern stattdessen direkt daran vorbei auf das Bedienpult für den Satelliten niedergingen. Ein dritter Schuss jedoch war nicht dafür bestimmt, sondern traf Marshall in die Brust.
Sloane nutzte den Moment, als die drei CIA-Agenten in Deckung gingen, um zu einer zweiten Tür hinter ihm zu flüchten und zu verschwinden. Als Syd sah, dass der Mann, den sie so sehr hasste, auf der Flucht war, sprang sie aus ihrer Deckung hervor und folgte ihm. Die Tür, durch die Sloane geflohen war, führte in ein Treppenhaus und Syd hörte schnelle Schritte, die sich unterhalb von ihr weiter abwärts bewegten. Ohne zu zögern nahm sie die Verfolgung auf. Zwar machte ihr der verletzte Fuß enorme Schwierigkeiten, aber der hohe Adrenalinspiegel und die Möglichkeit, Arvin Sloane endlich zu stellen, verliehen ihr Kraft.
Während die trainierte Agentin immer mehr auf den SD-6 Boss aufholte, drehte sich dieser des Öfteren abrupt um und schoss auf Sydney. Diese war so gezwungen, auszuweichen und Deckung zu suchen. Den auf diese Weise gewonnenen Vorsprung nutzte Sloane aus, um in die Tiefgarage zu gelangen, wo der rettende Ford startbereit auf ihn wartete.
Als er die Tiefgarage erreichte, war Sydney etliche Meter hinter ihm. Über ein kleines Kommunikationsgerät hatte er seinem Fahrer Ramirez Bescheid gegeben, dass er nicht allein war. Genau im richtigen Moment, als Syd in Sicht- und damit auch in Schussweite war, brauste Ramirez mit einem schwarzen Ford von der Seite heran und eröffnete das Feuer auf Sydney. Diese hatte mit einem solchen Frontalangriff nicht gerechnet, aber es gelang ihr, sich rechtzeitig zurück ins Treppenhaus zu retten. Diesen Moment nutzte Sloane, um ins Auto zu steigen. Er hatte die Tür noch nicht richtig geschlossen, da trat Ramirez aufs Gaspedal und sauste mit quietschenden Reifen aus der Tiefgarage.
Sydney schoss ihr gesamtes Magazin auf das Auto. Dass die Betäubungspfeile nicht wirklich etwas würden ausrichten können, war ihr klar. Aber in diesem Moment übermannten sie die maßlose Wut und Enttäuschung darüber, dass Arvin Sloane ihr entkommen war.
Doch sie hatte kaum Zeit, über ihr Versagen nachzudenken, denn ihr Vater erschien plötzlich hinter ihr. "Schnell, wir müssen verschwinden! Die Verstärkung, die Dixon angefordert hat, ist uns auf den Fersen!" erklärte Jack knapp und begab sich Richtung Notausgang der Tiefgarage.
Plötzlich schoss Sydney nur noch ein Name durch den Kopf- Marshall!
Sloane hatte ihn getroffen!
Just in diesem Moment betrat Vaughn die Tiefgarage, einen blutenden Marshall über den Schultern hängend. Sydney erschrak, als sie dieses Bild sah. Sofort rannte sie auf ihren CIA-Kontaktmann zu und half ihm, Marshall, der nur noch halb bei Bewusstsein war, zu tragen. Gemeinsam verließen sie so schnell sie konnten die Satellitenkontrollstation. Während Jack mit Robbie, der sich in dieser Gegend gut auskannte, telefonierte, dirigierte er die Truppe zu einer Versteckmöglichkeit unterhalb eines Hügels.
Marshall hustete.
"Er…" setzte er an, "Ich meine…Sloane…- er hat auf die H-Hauptbedienkonsole gezielt…" Ein heftiger Hustenanfall unterbrach den Techniker.
Am Versteck angekommen, halfen ihm Syd und Vaughn, sich hinzusetzen. "Ruhig, Marshall." versuchte Syd ihm zuzureden. "Es kommt alles wieder in Ordnung. Bleib einfach ruhig." Doch der Angeschossene tat nicht dergleichen. "Der Satellit ist jetzt… nicht mehr aufzuhalten…" ächzte er, "A-aber ich habe die falschen Koordinaten eingegeben. Damit trifft Sloane nie sein Ziel, sondern… höchstens ein paar Aliens im All!" setzte er mit einem schelmischen Grinsen, begleitet von einem heftigen Husten, hinzu.
"Das wollte ich noch sagen. Nur, falls ich keine Gelegenheit mehr haben sollte…"
Der letzte Satz war kaum noch zu hören. Syd und Vaughn tauschten besorgte Blicke aus. Der Schuss schien Marshall nicht ins Herz getroffen zu haben, aber wenn er nicht umgehend notärztlich behandelt würde, hatte er keine großen Überlebenschancen.
"Hör auf, so etwas zu sagen, Marshall." sagte Syd. "Marshall? Marshall!!"
Der SD-6 Techniker hatte das Bewusstsein verloren. In diesem Moment hielt ein weißer Van nur wenige Meter von den Agenten entfernt und Robbie winkte ihnen, dass sie einsteigen sollten.
Sloane saß im Auto, während Ramirez sich durch den Feierabendverkehr in München schlängelte. Sein Privatjet befand sich versteckt auf einem abgesperrten Gelände ca. 100km nördlich.
Laut den Berechnungen von Marshall blieben ihm bis zur endgültigen Positionierung des Satelliten noch zwei Minuten.
Unruhig rutschte er auf seinem Sitz hin und her, den Fernzünder für die Laserkanone in den zittrigen Händen.
Seine Gedanken waren bei seiner toten Familie, die durch die Hand der CIA gestorben waren. Tränen der Wut sammelten sich in seinen Augen.
Es mögen viele Jahre seit dem tragischen Zwischenfall im Supermarkt ins Land gegangen sein, der Schmerz jedoch saß so tief, als wäre es gestern gewesen.
Sloane bemühte sich, Fassung zu bewahren. 'Bald!' dachte er. Bald würde das alles ein Ende haben. Zwar beschlich ihn leiser Zweifel, ob ihm dieser Schlag gegen die CIA und Amerika die Befriedigung und innere Ruhe geben würde, die er so dringend brauchte.
Doch Sloane verdrängte den Gedanken sofort, da er sich vergegenwärtigte, dass er nicht mehr lange zu leben hatte.
Seine Armbanduhr piepste.
Das war das Zeichen.
Jetzt hatte er die Gelegenheit, der Welt zu zeigen, dass die CIA nicht der heldenhafte und ruhmreiche Verein war, der sie vorgab zu sein.
"Das ist für euch, Eve und Kathy!" murmelte er und betätigte zunächst den blauen und kurz darauf den roten Knopf.
Nicht weit von Credit Dauphine Gebäude entfernt öffnete sich unbemerkt von den Blicken der Passanten eine Falltür im Boden. Viele Meter unter der Erde begann ein paar Sekunden später die Laserkanone zu brummen.
Langsam aber sicher kam sie auf Touren, um den gigantischen Laserstrahl zu generieren. Als sie das Maximum ihrer Leistungsfähigkeit erreicht hatte, wurde der Strahl losgeschickt. Der Rambaldi-Kristall verstärkte die Strahlenwirkung um ein Vielfaches.
Der Strahl war trotz seiner Intensität nicht sichtbar und schoss so unbemerkt in den Himmel.
Im Inneren der Lasekanone begann der Rambaldi-Kristall zu beben. Die große Belastung konnte er auf Dauer nicht überstehen. Als der Laserstrahl einige Minuten lang durch ihn verstärkt worden war, entwickelte er ein starkes Leuchten und unter einem lauten Kracken zerbarst der einmalige Kristall in Milliarden von Staubpartikeln.
Drei Monate später
Beim Verlassen ihres Hauses fiel Sydney das Altpapier auf, welches dringend in den Müll geschafft werden musste. Schnell schnappte sie sich den Stapel Zeitungen, Cornflakespackungen und Co. und wollte sich gerade zur Tür wenden, als ihr der Stapel plötzlich entglitt. Das Altpapier verteilte sich auf ihrem Fußboden. Plötzlich sah Sydney etwas, das sie innehalten ließ. Vor ihr lag eine ganz bestimmte Ausgabe der Zeitung, für die Will arbeitete.
"Mörder. Terrorist. Bankeninhaber. Die wahre Geschichte des Arvin S." lautete die Titelzeile. Seit dem Erscheinen dieser Zeitung war viel geschehen. Die gesamte Bundespolizei und jeder Sherrif im Land waren hinter Arvin Sloane her. Er stand nun auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher von Interpol an erster Stelle. Es beruhigte Syd, dass nicht nur ihr etwas daran lag, diesen Mistkerl zur Strecke zu bringen.
"Sie haben zwar gefälschte Beweise, aber im Grunde wird Arvin Sloane, falls er gefasst werden sollte, für viele Untaten zur Verantwortung gezogen, die er auch begangen hat. Allen voran der Mord an Danny." hatte ihr Vater gesagt.
Dennoch plagte Sydney ein wenig Unbehagen bei der ganzen Sache. Was ist, wenn Sloane schon gar nicht mehr lebt? Was, wenn seine Krankheit Sydney zuvorgekommen war? Würde sie je über das hinwegkommen, was er ihr und den Menschen, die sie liebt, angetan hat, wenn sie nicht persönlich Rache an ihm nahm?
All diese Gedanken im Kopf, räumte Syd die Zeitungen zusammen und legte das eine Exemplar wieder zurück auf den Küchentisch.
Als Sydney den überfüllten Pier erreichte, fing ihr Herz an zu klopfen. Diese Momente waren viel zu selten geworden, doch sie wusste, dass es nicht anders ging. Sydney suchte die vereinbarten Bänke, die mit dem Rücken zueinander standen und nahm auf einer von beiden Platz. Die Nachmittagssonne kitzelte sie auf der Nase, aber entspannen konnte Syd nicht.
Nach einer Weile spürte sie, wie sich jemand auf die andere Bank mit dem Rücken zu ihrem Rücken setzte.
Sydneys Herz raste.
Sie nahm einen bekannten Geruch wahr und der stammte nicht von den Zuckerwatteständen auf dem Pier von Santa Barbara.
"Hi..." sagte die sanfte vertraute Stimme des Mannes auf der anderen Seite der Bank. Sydney bekam einen Kloß im Hals und ihr Herz schien zu zerspringen. "Hey…" sagte sie.
"Wie geht es dir? Lange her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben, was?" fragte Vaughn ein wenig traurig. "Ja." erwiderte Syd leise. "Schön, dass du da bist!" setzte sie mit einem Lächeln hinzu.
"Du weißt, ich bin immer in deiner Nähe." sagte Vaughn und Sydney nickte leicht. Als ob ihr das Fahrzeug, was in den letzten Monaten des Öfteren gegenüber ihres Hauses gestanden hatte, nicht aufgefallen wäre.
Eine kleine Pause entstand.
"Weißt du", ergriff Syd das Wort, "Stevenson ist gar nicht so übel als neuer CIA-Kontaktmann." – "Ach ja?!" entgegnete Vaughn belustigt. "Mit meinem Charme kann der doch gar nicht mithalten!" grinste er. Syd lachte leise.
Vor drei Monaten hatten sie beide erkannt, dass sie beruflich nicht mehr miteinander arbeiten konnten, ohne dass ihre Gefühle füreinander diese Arbeit behindern würden. Sie gaben unbestreitbar ein sehr gutes Team ab, aber SD-6 und die Allianz zu zerschlagen war die oberste Priorität.
Mike Stevenson war ein fähiger CIA-Agent in den Vierzigern, der die ganze Sache sehr professionell anging, aber auch eine freundschaftliche Beziehung schätzte. Sein Humor hatte schon manche schwere Situation ein wenig erleichtert. Kurz gesagt, Sydney verstand sich gut mit Mike und fasste langsam Vertrauen in ihn.
Dennoch dachte sie oft vor dem Einschlafen an Vaughn. Wie es ihm jetzt wohl geht? Diese Frage stellte sie sich jedes Mal. Und jetzt war er bei ihr, auf ihren Wunsch hin.
"Also, Syd. Was ist los?" fragte Vaughn ernst. Tausend Gedanken rasten durch Sydneys Kopf. Sie wollte ihm so viel sagen. "Ich.. ich musste einfach mit dir sprechen." sagte Syd langsam, während sie spürte, wie Tränen in ihr aufstiegen. Sie konnte nicht gegen ihre Gefühle ankämpfen.
"Du fehlst mir einfach so sehr!!" brach sie heraus.
Sie hatte Mühe, sich so zu kontrollieren, dass die anderen Besucher am Pier nicht auf sie aufmerksam wurden. Syd spürte, wie ihre Worte auch bei Vaughn Gefühlsregungen verursachten. Hinter ihr saß der Mann, den sie mehr liebte als irgendetwas oder irgendwen anderes auf dieser Welt und alles, was sie im Moment tun konnte, war hier mit ihm Rücken an Rücken zu sitzen.
"Du fehlst mir auch." flüsterte Vaughn und Sydney spürte, wie seine Hand nach ihr griff. Sie legte ihre Hand in seine, schloss die Augen und genoss Vaughns Wärme.
Beide saßen eine Weile schweigend auf dem Pier.
"Wie geht es Dixon?" fragte Vaughn auf einmal. Sydney seufzte. "Er hat bei Stiller seine Kündigung eingereicht, aber der möchte ihn nicht gehen lassen. Als Begründung hat er angegeben, dass er seiner Familie mehr Zeit widmen will. Ich habe ihn vor einer Weile besucht und er scheint glücklich zu sein mit der Entscheidung, nicht als Doppelagent zu arbeiten."
Syd dachte daran, welchen enormen Vertrauensbeweis ihr ihr ehemaliger Partner erbracht hatte, indem er sie nach seinem Aufwachen in München bei Stiller nicht erwähnt hatte. Erst später war er zu ihr gekommen und hatte, bestärkt durch das Verschwinden von Sloane, Beweise verlangt.
Als sie ihn nach Langley brachte und ihm bewusst wurde, dass er all die Jahre von Arvin Sloane betrogen worden war, stieg in ihm eine unendliche Wut hoch. Er wollte seit diesem Tag nichts mehr mit Geheimdiensten und Spionage zu tun haben. Die verlorene Zeit mit seinen Kindern nachzuholen sei ihm wichtiger, als einem Mann nachzujagen, der vermutlich längst gestorben war, nur um Rache zu nehmen, hatte er Sydney erklärt.
"Schade", sagte Vaughn, "Aber Marshall scheint wohl interessiert zu sein, mit dir und deinem Vater undercover bei SD-6 zu operieren. Beim Gedanken daran kamen in Sydney gemischte Gefühle auf. Einerseits war sie froh, dass der brilliante Computercrack den Schuss in München dank Robbies schneller Hilfe überlebt hatte. Marshall befand sich zurzeit in einem SD-6 Krankenhaus, wusste jedoch über alles Bescheid. Regelmäßig hielt der Kontakt mit der CIA über einen von ihm entworfenen Mini-Laptop, den er unbemerkt unter dem Bett aufbewahrte.
Doch Sydney war gleichwohl in Sorge. Marshall war als Doppelagent in großer Gefahr. Syd wollte sich gar nicht ausmalen, was passierte, sollte Stiller jemals Wind davon bekommen.
"Nach dem, was die Ärzte sagen, wird Marshall nächste Woche entlassen." sagte Syd, "Ich fühle mich nicht wohl bei dem Gedanken, ihn einer so großen Gefahr auszusetzen." setzte sie hinzu. Vaughn lächelte. "Traust du ihm etwa einen solchen Job nicht zu?" fragte er herausfordernd. "Wenn nicht, musst du eben auf ihn aufpassen."
Wieder schwiegen beide eine Weile Hand in Hand. Plötzlich begann Sydney zu zittern und brach erneut in Tränen aus. Was war denn nur los? Sobald sie in Vaughns Nähe war, fühlte sie sich so verletzlich. All die verdrängten Gefühle, die ihr unterbewusst zu schaffen machten, kamen an die Oberfläche.
"Hey, alles okay?" fragte Vaughn sanft.
"Es wird nie ein Ende nehmen, oder?" fragte Syd mit tränenerstickter Stimme. "SD-6. Die Allianz. Jetzt, wo Sloane von der Bildfläche verschwunden ist, sollte es mir doch besser gehen, oder?
Aber der Kampf geht immer weiter. Der Feind hat nur ein anderes Gesicht.
Vaughn, ich weiß nicht, ob ich die Kraft habe, das alles durchzustehen!"
"Ich habe dich Dinge tun sehen, die ich nie für möglich gehalten hätte. Du bist die beste Agentin und übrigens auch der beste Agent, der mit je begegnet ist.
Doch trotz deiner Professionalität hast du das Herz am rechten Fleck, bist leidenschaftlich, mitfühlend und einfach menschlich. Und das ist etwas, was nicht jeder von sich behaupten kann.
Wenn du glaubst, dass du dadurch schwächer bist, dann muss ich dich enttäuschen. Es ist gerade deine große Stärke, dein Vorteil. Denn ein gutes Herz ist das, was dich von den anderen unterscheidet. Es wird dich immer auf dem richtigen Weg halten, auf der Seite der Guten!".
Vaughns Worte gaben Sydney ein wenig Zuversicht- vielleicht war ihre Mission doch nicht so unschaffbar, wie sie bisher dachte. Mit ihm an ihrer Seite würde sie es schaffen.
EPILOG
Schweigend saßen die beiden Agenten auf dem Pier von Santa Barbara.
Auf einmal begann Sydneys Tasche zu vibrieren. Sie löste sich aus aus Vaughns Hand und nahm ihr Handy aus der Tasche.
Der Anrufer war anonym.
Etwas misstrauisch nahm Sydney den Anruf entegegen. "Ja?"
"Hallo, Sydney."
Die Stimme ließ der Agentin das Blut in den Adern gefrieren. Doch schnell hatte Syd ihre Fassung wiedergewonnen.
"Grüße von einem sterbenden Mann?!" entgegente sie bitter.
"Was für eine schroffe Begrüßung, meine Liebe" ertönte Sloanes rügende Stimme. "Aber ich muss dich korrigieren. 'Sterbend' ist nicht das passende Wort. Im Gegenteil, ich fühle mich so lebendig wie lange nicht mehr." – "Ach ja?!"
"Du würdest dich wundern, welch außergewöhnliche Erfindungen Milo Rambaldi noch alles gemacht hat. Ich hätte nie gedacht, dass ein so kleines Fläschchen, wie ich es hier in der Hand halte, einmal eine so große Bedeutung für mich persönlich haben kann."
Sydney schluckte hart.
"Ich wollte dich nur in Kenntnis setzen, dass du in nächster Zeit nicht auf meiner Beerdigung erscheinen musst."
Langsam begriff Sydney, dass ihre Geschichte mit Sloane noch lange kein Ende gefunden hatte. Jetzt, da sie beide mit offenen Karten spielten, tat sich ein völlig neues Kapitel auf.
"Also dann, Sydney", beendete Sloane das Gespräch, "Wir werden uns schon bald wiedersehen. Ich freue mich auf dich!"