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4. Trugschluss

„Dixon, wir sitzen in der Falle!“ In Sydneys Kopf arbeitete es. Weder die noch Dixon kannten jede Art von Bomben und bei 20 verschiedenen Drähten steht ihre Chance gering, dass sie durch Zufall den richtigen Draht durchtrennten. Ihre einzige Chance war die C.I.A.. Vaughn hörte schließlich jedes Wort mit das Sydney sagte und als hätte er ihre Gedanken erahnt hörte sie ihn nach einem Experten rufen. „Sydney wir holen euch da irgendwie raus, sag mir gleich mal wie das Ding aussieht!“ Sydney beschrieb die Bombe und versuchte Dixon gegenüber so zu scheinen als würde sie es sich selbst erzählen um in ihren Erinnerungen zu kramen. Während Vaughn ihr dann erklärte was zu tun sei musste sie den Schein wahren, dass sie selbst wüsste was zu tun sei. „Okay Syd, hast Du die Drähte freigelegt?“ „Ja!“ Sydney schlug das Herz bis zum Hals. Dixon guckte sie fragend an: „Was „Ja!“?“ „Ja, ich glaube ich weiß was zu tun ist!“ log Sydney. Da hörte sie Vaughns Anweisung: „Sydney! Ihr müsste drei Kable gleichzeitig durchschneiden…“ Vaughn erklärte ihr genau was sie zu tun hatte. Sie wies Dixon an auf ihr Zeichen ein blau-weiß gestreiftes Kabel zu durchtrennen. Dieser guckte sie immer noch ungläubig an, aber viel Zeit zum Überlegen blieb ihm nicht mehr. Der Zähler stand auf 00:09…
„Jetzt!“ sagte Sydney und beide durchtrennten gleichzeitig die drei von Vaughn beschriebenen Kabel. Für eine Sekunde sah es so aus als hätte es nichts bewirkt, doch dann blieb der Zähler auf 00:02 stehen. „Das war knapp!“ Sydney wischte sich ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht. Dixons Gesichtsausdruck hatte sich verändert - von ungläubig zu bewundernd. Jetzt mussten sie hier nur noch herausfinden.

Endlich wieder zu Hause nahm Sydney ein schönes warmes, entspannendes Bad. Diesen Abend würde sie auf jeden Fall gut schlafen können. In dem Moment erklang ein gewohntes Piepen aus ihrer Tasche… So viel also zu einem lockeren, ruhigen Abend. Sie stieg aus der Wanne und wenige Minuten später stand sie vor dem großen Gebäude „Credit Dauphine“, das von außen nicht vermuten ließ wer oder was sich in Wirklichkeit hinter der Fassade einer großen internationalen Bank verbarg.

Zu ihrem Erstaunen wusste SD-6 bereits, dass die Mörder ihres Kontaktmannes und somit auch die Bombenleger, zur selben Organisation zu gehören schienen wie Sydneys Entführer. Es war allerdings immer noch vollkommen unklar um was für eine Organisation es sich handelte.
Doch SD-6 war nicht alleine betroffen. Auch bei anderen Abteilungen wurden Missionen manipuliert. Bei einer Mission des SD-9 waren vor zwei Tagen drei Agenten durch eine Bombe getötet worden.

Ihre neue Mission beschäftigte sich dennoch wieder mit Rambaldi. Sloane äußerte Bedenken sich sofort nach den Anschlägen zu sehr in die Recherchen zu stürzen. Das würden sie wohl erwarten. Daher sollten Sydney und Dixon sich zunächst mit einem weiteren Rambaldi-Artefakt beschäftigen. Sydney zweifelte jedoch an der Wahrheit dieser Begründung. Sloane war einfach zu verrückt nach Rambaldi um dessen Erfindungen vorübergehend zu vernachlässigen.
Ihre Aufgabe bestand darin sich bei einem Museum on Bangkok als Verhandlungspartner im Geschäft um ein wertvolles altes Gemälde auszugeben. So würden die beiden in die Etage gebracht werden in der auch ein Manuskript von Rambaldi aufbewahrt werden solle.

Entgegen Sydneys Überlegungen viel ihre Gegenmission seht leicht aus. Sie sollte lediglich das Manuskript für die C.I.A. fotografieren.

Am nächsten Morgen saßen Dixon und Sydney nach ihrem Flug in einem Auto zu dem Museum. Beide als Geschäftsleute gekleidet betraten sie den großen Bau und gingen direkt auf die Anmeldung zu.
Schon kurze Zeit später standen sie mit dem Geschäftsführer in einem Raum des dritten Stockwerks. Jetzt fing die Arbeit an.
Dixon betäubte den Mann während Sydney los lief.
Sie musste einen Gang entlang und dann in den Raum hinter der vierten Tür auf der rechten Seite des Ganges. Bis jetzt hatte sie Glück und war alleine. An der Tür angekommen knackte sie den Sicherheitscode mit Hilfe eines Gerätes. Der Raum in den sie anschließend trat war groß und dunkel. Hier erinnerte nichts an einen stark geschützten Raum. An einer Wand stand ein altertümlicher Schrank. Die siebte Schublade von oben sollte es sein. Sydney öffnete sie und entdeckte eine Box die vermutlich das Manuskript beinhaltete.
Nach kurzer Zeit hatte sie das kleine Schloss geknackt und das Manuskript in der Hand. Es war recht dick und Sydney versuchte möglichst schnell die Fotos für die C.I.A. zu machen. Damit hatte sie bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Das letzte Mal war sie bei diesem Versuch von Anna überrascht worden…
Doch dieses Mal ging alles problemlos. Die Box lag wieder verschlossen in ihrer Schublade, nur ihr Inhalt fehlte.

Sydney schlich sich aus dem Raum und lief den Gang zurück um Dixon abzuholen. Doch er war nicht mehr dort. Da war man einmal nicht per Funk verbunden… dachte Sydney. In diesem großen Gebäude würde sie ihn ja nie finden. In diesem Moment kamen vier Security-Männer um die Ecke gelaufen. Sydney schaffte es gerade noch rechtzeitig in den Raum zu springen. Als der erste Mann in den Raum kam schlug sie ihm die Pistole aus der Hand. Nachdem sie auch die drei anderen erledigt hatte konnte sie fliehen. Sie hatte zwar keine Ahnung wo sie lang lief aber nach kurzer Zeit kam sie an ein Treppenhaus. Dort kam ihr eine weitere Wache entgegen was sich jedoch auch nicht als Problem rausstellte.
Kurze Zeit später war sie in einem Parkhaus. Plötzlich hörte sie jemanden ihren Namen rufen. Es war Dixon der ihr in einem Auto entgegen kam. Sie lief zu ihm und sprang in den Wagen. Dixon gab Gas und zwar keine Sekunde zu spät, denn im gleichen Moment kamen zwei Autos um die Ecke aus denen sofort auf sie geschossen wurde. Beide konnten sehen wie sich das Tor vor dem Parkhaus langsam schloss und im letzten Moment fuhren sie ins Freie. Doch hier erwartete sie die nächste Überraschung. Im Kreis um die Ausfahrt herum, aus der sie soeben gekommen waren, standen an die zwanzig Polizeifahrzeuge in deren Schutz die Polizisten mit gezückten Waffen auf sie zielten. Einer stand dort mit einem Megafon und rief: „Steigen sie mit erhobenen Händen aus und legen sie sich auf den Boden!“ – Sie waren gefangen.